17. Juni 2015

Die Ziele

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Das übergeordnete Ziel des Verbundprojekts NEW 4.0 ist die sichere, kostengünstige, umweltverträgliche und gesellschaftlich akzeptierte regenerative Stromversorgung der Gesamtregion von Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2035, basierend zu 100 Prozent auf Erneuerbaren Energien.

Für die Erreichung dieses übergeordneten Ziels ist es erforderlich, die Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen unter Berücksichtigung der vollständigen Integration von Erneuerbaren Energien in ein innovatives zukunftsfähiges Energiesystem. Wesentlich hierfür ist die flexible und intelligente Vernetzung von Erzeugern und Verbrauchern, das heißt aller an das Stromnetz angeschlossenen Komponenten. Daher müssen neuartige Konzepte zur Systemführung und Integration und die intelligente Verbindung von Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Verbrauch in der Praxis umgesetzt werden.

NEW 4.0 verfolgt eine Doppelstrategie: Die Steigerung des Stromexports in andere Regionen bei gleichzeitiger Erhöhung der energetischen Selbstverwertungsquote. Besonders im Fokus steht dabei, den Stromverbrauch in ganz neuen Dimensionen zu flexibilisieren und im Gegensatz zum bisherigen System den Verbrauch der Erzeugung anzupassen. Dies bedeutet überschüssigen, erneuerbar erzeugten Strom in andere Energieformen, wie beispielsweise Wärme, umzuwandeln (Sektorenkopplung). Darüber hinaus sollen in NEW 4.0 das zukünftige Marktdesign und das Zusammenspiel der Marktpartner erprobt werden, um Lösungen für die regulatorische Weiterentwicklung zu erarbeiten.

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Im Einzelnen bedeutet dies ein integratives System zu entwickeln, das folgende Aufgaben umfasst: 

• die Auslastungsverbesserung bzw. Entlastung der Übertragungsnetze zur Vermeidung von Netzengpässen und Einspeisemanagement (Abschaltung
von Windparks aufgrund von Netzüberlastung),

• die Ertüchtigung und Optimierung von Netzen zur Steigerung der Kapazität,

• ein innovatives, netzdienliches Systemmanagement von erneuerbaren Erzeugern in Verbindung mit Speichern,

• die Flexibilisierung des Verbrauchs durch Lastmanagement, Speicherung und Sektorenkopplung,

• die Vermeidung von klimaschädlichen CO2-Emissionen durch wesentliche Reduzierung von konventioneller Energieerzeugung.

Für ein erfolgreiches Gelingen muss eine innovative Digitalstrategie durch den Aufbau zentraler informations- und kommunikationstechnologischer (IKT) Strukturen geschaffen werden unter Berücksichtigung: 

• der Erprobung neuer Marktplattformen; dies umfasst die Schaffung markt-basierter und regulatorischer Anreize für ein neues Marktdesign, unter anderem zur Anpassung des Verbrauchs an die erwartete Erzeugung und die Marktintegration von Speichern,

• der Förderung der Akzeptanz und des Verwertungstransfers,

• des Qualifizierungsausbaus durch Aus- und Weiterbildung um das Wissen in den Markt zu bringen.

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